Tepoztlan - Grenchen - Die Reiseseite von Doris und Herbie

Direkt zum Seiteninhalt

Tepoztlan - Grenchen

Aktuelle Reisen > 2024 Mexiko - Belize - Guatemala
Tepoztlan - Grenchen 23.04.2025 – 16.05.2025

 
Wir verlassen Patzcuaro etwas später als geplant, kommen aber gut voran. Unterwegs entscheiden wir, den Stopp in Toluca auszulassen und direkt nach Tepoztlan durchzufahren. Tepoztlan, nicht zu verwechseln mit Tepotzotlan, ist ebenfalls ein Pueblo Magico, aber im Süden von Mexiko Stadt. Zum übernachten wählen wir das EKKO-Hostel. Durch unsere Anwesenheit wird der Altersdurchschnitt signifikant in die Höhe getrieben. Wir spazieren in das kleine Bergdorf und suchen uns ein Café. Dann besichtigen wir die Kirche, das Kloster und die relativ neue Markthalle. Auf einem erneuten Spaziergang gegen Abend erfreuen wir uns an den wunderschönen Wandmalereien.
Unsere nächste Station ist der Paso Cortés, im Iztaccíhuatl–Popocatépetl National Park auf ca. 3600müM. Auf dem Parkplatz des Besucherzentrums zwischen den beiden Vulkanen darf man übernachten.
Eigentlich möchten wir am Nachmittag wandern, doch das Wetter verschlechtert sich von Minute zu Minute. Von einem leichten Regen geht es über zu Hagel und Gewitter. Ein Unwetter auf dieser Höhe vermittelt eine recht spezielle Atmosphäre. Doch ausser dass meine Schuhe weggespült werden, überstehen wir dies ohne Schaden. Im Gegenteil, denn auf den beiden Vulkanen fällt Schnee, und das Wetter klart in den frühen eiskalten Morgenstunden auf. Bei Sonnenaufgang stehen wir warm eingepackt draussen und können uns an den sich uns bietenden Bildern kaum sattsehen. Sogar die launische Webasto Dieselheizung springt an, und nach einem gemütlichen Frühstück nehmen wir endlich die geplante Wanderung unter die Füsse. Wir steigen hoch bis auf knapp 4000 müM und reden darüber, wie toll es wäre, wenn der Popo jetzt noch ein bisschen Rauch und Asche spuken würde. Und auf einmal tut er es, ganz ohne Vorwarnung und gerade in dem Moment, als wir sowieso am Fotografieren sind. Auf dem Rückweg nehmen wir den gesperrten Weg durch das Valle de Silencio. Das entsprechende Schild haben wir übersehen und stellen dies erst fest, als wir wieder einen geöffneten Weg erreichen. Unterwegs gibt es soviel zu sehen, dass ich eine auf dem Weg liegende Klapperschlange fast übersehe. Diese ist noch so träge, dass sie sich nur im Schneckentempo in Sicherheit bringt. Noch träger sind wir im Hervorholen der Kamera. Es gibt noch ein Bild von den letzten 5 cm des Tiers. Gut dass ich nicht draufgetreten bin.
Die Strasse hinunter Richtung Puebla ist nicht geteert und in einem nicht allzu guten Zustand. So holpern wir langsam dem nächsten Ziel, dem Camping las Americas in Cholula entgegen. Wir bleiben nur eine Nacht, doch den Aufstieg auf den wackeligen Wasserturm lassen wir uns nicht nehmen. Diesmal müssen wir sogar noch einige stachelige Pflanzen zurückschneiden. Doch der Ausblick lohnt sich. In weiter Ferne sieht man die beiden Vulkane, wo wir gerade gestern noch übernachtet haben.
Unsere Freunde Pat und Neil sind seit einigen Tagen in El Rancho und bereiten sich auf die Heimreise vor. Damit wir die beiden noch treffen, entscheiden wir uns für einen langen Fahrtag von Cholula ohne Stop nach El Tule. Wir verbringen zu viert einen gemütlichen Abend in der Palapa.
Gegen Mittag wollen die beiden zum Storage fahren. Der Lastwagen wir gestartet und wir machen uns für die Verabschiedung bereit. «We have a problem» tönt es von Neil aus dem Führerhaus. «No clutch», keine Kupplung. Schnell ist die Ursache gefunden. Irgendwo muss ein Leck sein, und nun hat es Luft im System. Neil und Herbert machen sich sofort an die Arbeit, denn die Zeit drängt. Pat und ich sind in Kontakt mit einem Mechaniker, der aber erst morgen vorbeikommen kann. Wir probieren auch den Inlandflug nach Cancun zu verschieben, was nicht möglich ist, weil schon eingecheckt ist.
Gegen Abend machen sich Neil und Mark, der ein Auto hat, auf den Weg in die Stadt, um einige Teile zu finden, die zur Reparatur notwendig sind. Leider ist das Gewünschte nicht zu finden. Es muss eine neue Lösung erarbeitet werden. Bald schon bricht die Dunkelheit herein und alle verfügbaren Lampen werden mobilisiert. An eine Fahrt zum Storage ist nicht mehr zu denken. Es ist schon lange nach zehn Uhr, als die beiden aufgeben.
Herbert sieht sich noch Youtube Videos zum Thema an, und entwickelt eine neue Idee. In der Nacht buchen Pat und Neil neue Inlandflüge und verschieben den Langstreckenflug nach London.
 
 
 
Tatsächlich ist Herberts Idee heute erfolgreich, und gegen Mittag ist der Lastwagen wieder fahrtüchtig. Doch die Flüge sind verschoben, und so bleiben uns unverhofft weitere vier gemeinsame Tage. Neil setzt sich jeden Tag ans Steuer und probiert, ob die Kupplung immer noch ok ist. Sie ist es, und der zweite Abreiseversuch klappt dann auch einwandfrei.
Die Regenzeit beginnt in diesen Tagen, und wir können praktisch zuschauen, wie sich die Landschaft von braun in grün verwandelt und eine Mückenplage ausbricht.
In Tlalixtac de Cabrera haben wir im vergangenen Frühling eine neue Padél-Tennis Anlage entdeckt. Wir verabreden uns mit Pepe und Maria-José zu einem Spiel. Wir können mit dem Fahrrad hinfahren. Anstelle von Maria José, der es heute nicht gut geht, bringt Pepe einen erfahrenen Spieler mit. Da sehen wir zwei natürlich ziemlich alt aus. In der zweiten Runde spiele ich mit Pepe, so ist es recht ausgeglichen und wir haben eine Menge Spass. Die abendlichen Gewitterregen verhindern leider eine Revanche.
Nun rückt auch unsere Abreise langsam näher. Da unsere Umsteigezeit in Cancun relativ knapp ist, verfolge ich die Pünktlichkeit des Inlandflugs täglich, um unsere Erfolgschancen einzuschätzen. Nachdem dies nun immer gut ausgesehen hat, folgen zwei Tage mit mehr als drei Stunden Verspätung. So könnten wir uns unseren Anschlussflug abschminken. Was ist zu tun? Wir entscheiden uns für eine Vorverlegung des Flugs nach Cancun um einen Tag, mit einer Übernachtung in Cancun. Eigentlich blöd, aber den Edelweiss Flug zu verpassen wäre noch blöder.
Der letzte Tag im Camper ist immer gut ausgefüllt mit Vorbereitungsarbeiten. Trotzdem bleibt Zeit, den Pool zu geniessen. Es wird Abend, wir haben gepackt, bezahlt, den Wassertank geleert, die Batterien abgehängt und den Kühlschrank abgetaut. Die letzten Vorräte bereiten wir in der Palapa zu einem köstlichen Eintopf zu und laden Cali und Alonso zum Essen ein.
Die Wecker sind gestellt, und in der Hoffnung nichts vergessen zu haben, legen wir uns relativ früh schlafen.
Am frühen Mittwochmorgen verabschieden wir uns von Cali und El Rancho und kommen mit etwa 5 Minuten Verspätung beim Storage an. Kate und Alvaro erwarten uns bereits.
Wir parkieren, hängen die Starterbatterie ab und schliessen alles gut ab, bevor wir mit Alvaro zum Flughafen fahren. Pünktlich startet die Volaris mit Ziel Cancun. Mit dem Marriott Shuttle Bus werden wir zum Hotel gebracht und geniessen einen gemütlichen Nachmittag in und am Pool. Das Abendessen im Hotel-Restaurant ist relativ bescheidenen. Am Abflugtag bleibt uns der ganze Vormittag am Pool, bevor wir wieder mit dem Shuttle-Bus zum Flughafen fahren. Wie vermutet war das Online Check In, für das uns die Edelweiss mit Nachdruck aufgefordert hat für die Katze. An der Sicherheitskontrolle werden wir abgewiesen. Für Edelweiss Air braucht es zwingend einen von der Airline am Check In ausgedruckten Boarding Pass. Das heisst, wir gehen zurück in die Halle und stellen uns in die Warteschlange. Mit dem gedruckten Boarding Pass klappt alles tipptopp. Der Flug nach Zürich verläuft planmässig und ruhig. Mit dem Zug kommen wir am Nachmittag in Grenchen an. Um den Jetlag zu überwinden sind wir heute bei Altermatts zum grillieren eingeladen.
 
 
Besucherzaehler
Zurück zum Seiteninhalt