Playa Ventura - San Miguel de Allende
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Playa
Ventura – San Miguel de Allende 17.02.2026 – 17.03.2026
Nach
einer langen Fahrt auf der 200 erreichen wir gegen Abend La Tortuguita in Playa
Ventura. Esther aus dem Kanton St. Gallen ist vor 30 Jahren hier angekommen und
geblieben. Die Familie hatte sich mit Gästezimmern, Camping und Restaurant eine
Existenz aufgebaut. Shirah, die liebenswerte und herzensgute Staffy-Hündin
schnüffelt uns und das Auto ab, wir dürfen bleiben. Nach der langen Fahrt
gönnen wir uns einen Tag Pause. Gerne erinnern wir uns an die feine Bratwurst, die
wir vor 2 Jahren hier gegessen haben. Wir buchen für den zweiten Abend
Bratwurst mit Pommes frites.
Die nächste Etappe auf der 200 führt an Acapulco vorbei nach La Barrita. Hier
hat Mark aus Kamloops einen wunderschönen Campingplatz aufgebaut. Ausser zahlreichen
Strandrestaurants und einem schlecht sortierten Mini-Super gibt es hier leider
nichts. Da wir nicht eingekauft haben, muss sich unser Aufenthalt auf wenige
Nächste beschränken.
Aufgrund
der Ereignisse am 22. Februar im Zusammenhang mit der Festnahme, bzw. dem Tod
von «El Mencho» und den darauffolgenden Ausschreitungen und Strassenblockaden
des Kartells verlängern wir unseren geplanten Aufenthalt um einen Tag. Wir
wollen abwarten, wie sich die Lage entwickelt.
Wie es scheint, ist die Lage zumindest vorerst schnell unter Kontrolle. Wir verlassen La Barrita und fahren eine relativ kurze Etappe bis nach Zihuatanejo, und dort zuerst zu Soriana und Chedraui. Nach 16 Tagen ohne Supermarkt gibt es zwei gute gefüllte Einkaufskörbe. Danach fahren wir ins Restaurant/RV Park El Manglar. Dort buchen wir für zwei Nächte ein. Das Restaurant hat nebst einer guten Küche auch direkten Strandzugang, ein paar Krokodile und auch jede Menge Iguanas zu bieten. Nach einem gemütlichen Nachmittag lassen wir uns im Restaurant verköstigen.
Am Morgen spazieren wir ins ca. 4 km entfernte Zentrum von Zihua. Wir trinken Kaffee und schlendern durch die Gassen und sehen uns die Geschäfte an. Vom Kunstmarkt mit eher günstiger Ware bis zu hochwertiger Handwerkskunst ist alles vorhanden.
Das Restaurant El Manglar ist heute geschlossen. Wir dürfen aber die Terrasse nutzen und lassen den Tag gemütlich mit ein paar Runden «Bieter» mit unserem Reisefreund Simon ausklingen. («Bieter» ist ein Jass (Schweizer Gesellschaftsspiel) zu Dritt)
Wie es scheint, ist die Lage zumindest vorerst schnell unter Kontrolle. Wir verlassen La Barrita und fahren eine relativ kurze Etappe bis nach Zihuatanejo, und dort zuerst zu Soriana und Chedraui. Nach 16 Tagen ohne Supermarkt gibt es zwei gute gefüllte Einkaufskörbe. Danach fahren wir ins Restaurant/RV Park El Manglar. Dort buchen wir für zwei Nächte ein. Das Restaurant hat nebst einer guten Küche auch direkten Strandzugang, ein paar Krokodile und auch jede Menge Iguanas zu bieten. Nach einem gemütlichen Nachmittag lassen wir uns im Restaurant verköstigen.
Am Morgen spazieren wir ins ca. 4 km entfernte Zentrum von Zihua. Wir trinken Kaffee und schlendern durch die Gassen und sehen uns die Geschäfte an. Vom Kunstmarkt mit eher günstiger Ware bis zu hochwertiger Handwerkskunst ist alles vorhanden.
Das Restaurant El Manglar ist heute geschlossen. Wir dürfen aber die Terrasse nutzen und lassen den Tag gemütlich mit ein paar Runden «Bieter» mit unserem Reisefreund Simon ausklingen. («Bieter» ist ein Jass (Schweizer Gesellschaftsspiel) zu Dritt)
Heute
steht ein etwas längerer Fahrtag nach Patzcuaro auf dem Programm. Die Fahrt
verläuft ohne Zwischenfälle. Auffällig ist eine erhöhte Polizei- und Guardia-Präsenz
in den Ortschaften und auch auf der Autobahn.
In
Patzcuaro angekommen richten wir uns auf dem Villa Patzcuaro Hotel und RV Park
ein. Wir sind die einzigen Gäste. Da wir schon zum sechsten Mal hier sind,
werden wir von der Señora und ihrem Sohn Arturo herzlich empfangen. Von einer
Preiserhöhung werden wir allerding nicht verschont. Arturo hat ein neues
Preismodell erarbeitet. Toilettenpapier und eine regelmässige Reinigung der
sanitären Anlagen sind in seinem Konzept nach wie vor nicht berücksichtigt. Simon,
als Alleinreisender im grossen Lastwagen hätte eigentlich einen empfindlich
hohen Preis zu zahlen. Arturo beweist seine Geschäftstüchtigkeit und kommt ihm
etwas entgegen. Wir fühlen uns sofort zu Hause, war die Villa Patzcuaro doch
unser erster Campingplatz in Mexiko im Jahr 2006, damals noch mit dem Dachzelt.
Zwischen
Zihua und Patzcuaro liegen rund 2000 Höhenmeter. Dies macht sich sofort
bemerkbar. Das Klima ist ziemlich ideal. Tagsüber gegen 30, und in der Nacht
und am frühen Morgen unter 10 Grad.
Der Spaziergang
ins Zentrum dauert ca. 20 Minuten. Dies wird zu unserer täglichen Routine,
belohnt mit einem feinen Café auf der Terrasse bei «Petra». Zu Zweit und
manchmal auch zu Dritt streifen wir durch die schönen Strassen und erfreuen uns
am typischen Kunsthandwerk. Ab und zu wechselt sogar ein Stück den Besitzer.
Die neue
Markthalle ist gelungen, und trägt viel dazu bei, dass das Stadtbild gepflegter
wirkt, da die ganzen Zeltstädte mit Marktständen weitgehendst verschwunden bzw.
in die neue Halle eingezogen sind.
Immer wieder
wird uns ein Besuch in Santa Clara del Cobre empfohlen. Wie der Name sagt, ist
dieser Ort geprägt von der Bearbeitung von Kupfer. Arturo erklärt uns, wie wir
das ca. 20 km entfernte Dorf erreichen. Mit dem Collectivo nach «Entronque»,
sozusagen DIE Kreuzung, dort umsteigen und mit dem nächsten Collectivo nach
Santa Clara. Dies ist einfach und preiswert. Leider vergessen die Fahrer oft,
dass sie einen Personentransport machen, und führen sich auf als wären sie Formel
1 – Piloten. Ausser uns scheinen sich alle wohl zu fühlen.
Santa
Clara ist ein hübscher und aufgeräumter Ort. Am Hauptplatz setzen wir uns
zuerst in ein kleines Café, bevor wir uns die Läden ansehen. Wie schon bei den
Alebrijes und bei den Teppichen in der Nähe von Oaxaca sind auch hier praktisch
keine Handwerker zu sehen. Obwohl uns auch hier versichert wird, dass alles von
Hand und alles lokal gefertigt wird, fehlen uns die Menschen, die tatsächlich
arbeiten. In einigen grösseren Läden gibt es «Beispiel-Handwerker» die den Touristen
zeigen, wir das Material bearbeitet wird. Wie die schiere Masse an Ware in die
Regale der Läden kommt, bleibt auch hier ein Rätsel.
Eines
Nachmittags treffen weitere Camper im, wie gesagt ausser uns leeren, RV Park
ein. Zwei Van’s aus Quebec. Wir beobachten von unserem Jass-Platz unter dem
Baum das Einparkmanöver. Van1 parkt, obwohl alles leer ist, trotzdem mit
normalem Abstand neben uns. Zuerst witzeln wir noch, beobachten jedoch mit steigendem
Entsetzen, dass sich Van2 mit Müh und Not noch dazwischen stellt. Der Abstand
ist so klein, dass wir kaum noch unsere Tür öffnen können. Simon lacht, Herbie
schäumt und friedfertig wie ich bin schlage ich vor, dass wir den Platz wechseln.
Auf gar keinen Fall. Entschlossen nähert sich Herbie der blonden Dame aus dem
Norden, und erklärt in perfektem quebeckisch, dass hier der Mindestabstand
nicht eingehalten ist. Simon und ich können nicht alles was gesprochen wird
verstehen, bemerken aber, dass es auf einmal laut wird. Später erfahren wir,
dass die Blondine tatsächlich angemerkt hat, dass wir falsch stehen und doch
bitte um parkieren sollen. Glücklicherweise hatte Arturo kürzlich noch fast
unsichtbare Platzmarkierungen angelegt. Van2 sucht sich murrend einen neuen
Platz. Simon hat zu früh gelacht. Am nächsten Morgen steht nämlich Van1 direkt
neben seinem Camper. Die herabfallenden Früchte vom Jacaranda Baum, unter den
Van1 sich gestellt hatte, störten wahrscheinlich die Nachtruhe empfindlich.
Nach elf
Tagen in Patzcuaro wird es Zeit weiterzuziehen. Unsere Freunde Susanne und Ueli
sind in San Miguel de Allende und wir wollen uns dort treffen, bevor sie zurück
in die Schweiz fliegen. Nach ca. drei Stunden Fahrt und einem ersten Einkauf im
City Market rollen wir bei Hans Weber auf den San Miguel de Allende RV Park
(Tennisplatz). Wir sind überrascht und sehr erfreut, dass auch Erika und Claude
hier stehen. Wir haben nicht damit gerechnet, sie vor ihrer Heimreise noch
einmal zu treffen. Simon ist auch mitgekommen, und so dominieren vier Schweizer-Camper
den Platz. Wer sich unter Hans Weber einen grossgewachsenen hellhäutigen Schweizer
oder Deutschen vorstellt, liegt so falsch wie wir, als wir das erste Mal hierher
kamen. Hans ist ca. 1,50m gross und könnte mexikanischer nicht aussehen.
Wir
feiern das Wiedersehen mit einem üppigen Apéro in der gemütlichen Runde.
Die
Stadt bietet alle Annehmlichkeiten, die man sich nur wünschen kann. Supermärkte
auf Globus-Niveau, Bäckereien, Nationale und Internationale Küchen,
Kunsthandwerk, Dachterrassen und so weiter und so fort. So kommt es, dass wir
zu siebt bei Claude und Erikas Lieblings-Peruaner einkehren. Eine sehr gute
Wahl.
Den
Abschiedsabend mit Susanne und Ueli verbringen wir im Tostévere, einer
Neuentdeckung nicht weit vom Camping entfernt.
Ein paar
Tage später führen wir dies mit Erika und Claude weiter.
Heute verlassen
die beiden und auch Simon den Platz. Wir bleiben noch eine Woche.
Simon
will noch den Botanischen Garten sehen und nimmt uns mit dem Lastwagen mit zum
Charco del Ingenio Jardin Botanico y Area Protegida. Für die blühenden Kakteen
sind wir leider ein paar Tage zu früh. Es ist trotzdem immer wieder schön hier
ein bisschen spazieren zu gehen.
Es ist ruhig
geworden auf dem Platz. Das Wetter ist heute kühl und unbeständig. Ideal für
die Fertigstellung des Berichts.