Oaxaca - San Cristobal
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Tlalixtac
de Cabrera – San Cristobal de las Casas 01.11.2025 – 30.11.2025
Das frühe Ausscheiden aus dem Padél Turnier beschert uns einen
freien Samstag. Am Sonntag, dem zweiten November fahren wir mit dem Fahrrad ins
Zentrum. Die Stadt ist immer noch festlich geschmückt und im Laufe des Tages
füllt sich die Fussgängerzone in der Alcala und die Strassen rund um den Zocalo
mit fröhlichen Menschen. Wir bewundern die Altare und Mosaike und die
verschiedenen Ausstellungen und Kunstmärkte. Der Wind frischt auf und auf dem
Heimweg stoppen wir noch bei Walmart. Offenbar sind wir länger weggeblieben als
gewohnt und Cali hat sich schon Sorgen gemacht. Da ich mir am Morgen noch ein
Stück Zahn ausgebissen habe, kontaktiere ich noch Jorge, unseren Zahnarzt per
WhatsApp. Ich bekomme sofort Antwort und bereits für morgen einen Termin.
So machen wir uns frühzeitig mit dem Velo auf den Weg Richtung Xoxocotlan. Ich
komme sofort dran, und wie schon im letzten Jahr bekomme ich für wenig Geld ein
bisschen mehr Füllung eingebaut.
Aufgrund des spontanen Zahnarzttermin haben wir den Termin in der Fahrradwerkstatt verpasst. Diesen holen wir heute nach. Zu den fälligen Unterhaltsarbeiten gehört auch meine Frisur. Herbie schneidet und färbt und dann ist alles wieder ajour.
Pepe meldet sich für eine Partie Padél am Freitagabend. Wir sind zu sechst und spielen eine Doppelstunde. Das macht Spass.
Heute Samstag treffen zur grossen Freude unsere Freunde Claude und Erika mit Junior in El Rancho ein. Cali hat den Platz neben uns frei gehalten, und so stehen die beiden Brüder wieder einmal nebeneinander. Die beiden haben noch Besuch aus der Schweiz und sind entsprechend beschäftigt.
Für den ersten gemeinsamen Abend spazieren wir am späten Nachmittag nach San Francisco Lachigolo in die Pizzeria Sin Cauce. Das Essen ist wie immer ausgezeichnet und Alvaro holt uns pünktlich ab für die Rückfahrt nach El Rancho.
Am Junior gibt es einige Unterhaltsarbeiten zu erledigen. Herbie macht sich mit grossem Elan an die Arbeit. Die grösste Herausforderung ist die Beschaffung der Farbe. Wir fragen uns durch, bis wir schliesslich bei Sherwin Williams an der Ferrocarril landen. Der Gestank nach Lösungsmittel lässt einem instinktiv den Laden sofort wieder zu verlassen. Doch zu faszinierend ist es, die beiden jungen Frauen zu beobachten, die fröhlich und mit geschulten Augen aufgrund eines ca. 1 cm2 grossen Musters den fast 30-jährigen Farbton von Junior zusammenmixen. Wir gratulieren den beiden zum ausgezeichneten Resultat und wünschen ihnen in Gedanken trotz den giftigen Dämpfen ein möglichst langes Leben.
Am Mittwoch erleben wir ein weiteres fröhliches Wiedersehen mit Anke und Wolfgang mit Gipsy Maria. Das verlauste Fellbündel von damals hat sich zu einer grossartigen Hündin entwickelt. Obwohl wir nichts dazu beigetragen haben, sind wir stolze Gotte und Götti.
Claude und Erika erinnern sich aus früheren Jahren an einen nahegelegenen Sonntagsmarkt im Retiro Quartier in El Tule. Diesen gilt es nun wiederzufinden. Der kleine Markt ist schnell gefunden, nur leider gibt es die angepriesene Käserei Lopez nicht mehr. Für den Rückweg nehmen wir den Umweg über das kleine «Brot»-Dorf Santo Domingo Tomaltepec. Leider sind alle Bäckereien geschlossen. Der Umweg hat sich aber trotzdem gelohnt.
Es ist zur schönen Gewohnheit geworden, dass wir nach dem Frühstück zusammen mit Claude und Erika draussen Kaffee trinken. Die Tage verbringen wir gemütlich mit kleinen Besorgungen, den Arbeiten am Junior und Ausflügen mit dem Fahrrad.
Nachdem Junior nun wieder in neuem Glanz erscheint, sind wir eingeladen zu einem frühen Abendessen in einem Lieblingsrestaurant von Claude und Erika am Zocalo im Zentrum von Oaxaca. Der «Asador Don Vasco» bereitet ein vorzügliches Chataubriand. Vor der Heimfahrt machen wir einen Spaziergang durch das abendliche Oaxaca ins malerische Barrio de Xochimilco.
Nach fast zwei Monaten El Rancho wird es Zeit Abschied zu nehmen. Am Sonntag spielen wir nochmals mit Maria und Pepe und Pacos Tochter zwei Stunden Padél in San Felipe. Am Montag füllen wir die Vorräte auf verabschieden uns von «unseren» Hunden. Inzwischen hat Anke ja unsere drei Mädels wiedergefunden und wir verwöhnen sie mit Hähnchenknochen und Maistortillas.
Der Abschied fällt schwer, doch wir kommen ja wieder.
Wir fahren über die 190 Richtung Tehuantepec, und hoffen dass die angekündigten Strassen-Blockaden uns nicht tangieren. Wir sind kaum mehr als eine Stunde gefahren, kommt der Verkehr zum ersten Mal zum Stillstand. Zum Glück gibt es eine schattige Ausweichstelle, auf die wir uns stellen können. Es ist ohnehin bald Mittagszeit. Nach 90 Minuten geht es weiter. Es war eine temporäre Baustelle. Frohen Mutes fahren wir auf der Mezcal-Route weiter durch die Berge. Es läuft gut, und wir planen schon den Übernachtungsplatz auf einer altbekannten Pemex bei La Ventana, als es kurz vor Jalapa fast auf Meereshöhe wieder stoppt. Dies ist nun tatsächlich eine Strassen-Blockade. Bis 17 Uhr, oder vielleicht auch 18 Uhr soll das dauern werden wir informiert. Es ist heiss, und über uns kreisen schon die Geier, in der Hoffnung dass die Blockade noch lange dauert. Auch die Stechviecher wissen haargenau, dass bei diesen Temperaturen die Fenster nicht geschlossen bleiben. Viel zu spät kommt unser Antibrumm zum Einsatz. Kurz nach 17 Uhr, als sich nichts tut, schreitet das Militär ein. Ein paar Einsatzwagen schieben sich an der Kolonne vorbei und bereiten dem Spuk ein Ende. Man hat die Blockade bis zur angekündigten Zeit gewähren lassen, aber dann dafür gesorgt, dass die Leidtragenden der Geschichte weiterfahren können. Leider geht es nur im Schritttempo und unsere angepeilte Pemex rückt in weite Ferne. Die Dunkelheit bricht herein und wir entscheiden uns um und fahren nur noch an die nahe gelegene Lagune zu einem kleinen Fischerhafen zum Übernachten. Ein freundlicher und sehr gesprächiger Mexikaner philosophiert mit uns über das Reisen, während sich die Mücken satt essen. Unnötigerweise erzählt er uns noch wilde Geschichten, wie gefährlich dieser Platz in der Nacht sei mit den vielen Drogensüchtigen, die hier ihr Unwesen treiben. Freundlich aber bestimmt beenden wir das Gespräch, und verspüren absolut keine Lust, jetzt noch einen neuen Schlafplatz zu suchen. Die Nacht wird nicht gefährlich, doch auch nicht besonders ruhig. Einzelne Fischer beladen ihre Boote, bewaffnet mit Taschenlampen so ab ca. Mitternacht bis in die frühen Morgenstunden und fahren los. Bis die letzten rausfahren, kommen die ersten schon wieder zurück. Zur Freude der streunenden Hunden werden extra Fische für sie am Stand abgelegt. Die Temperatur ist erträglich bis die Sonne aufgeht, und dann wird es bereits wieder stickig warm. Wir halten uns nicht mehr lange auf und machen uns auf den Weg. Die verlorene Zeit wollen wir aufholen und wenn möglich noch heute San Cristobal de las Casas erreichen.
Die Fahrt verläuft im Vergleich zu gestern sehr gut und wir kommen prima voran. Unsere «Dolores» veranschlagt die Ankunft auf 14 Uhr. Dank den gut ausgebauten Strassen schaffen wir es fast in der angegebenen Zeit. Rancho San Nicolas ist gut besucht und wir treffen einige Bekannte aus El Tule an. Die Temperaturen auf 2200müM sind fröstelig. Nach den vergangenen zwei schwitzig klebrigen Tagen ist eine heisse Dusche nun mehr als willkommen.
SanCris begrüsst uns mit Kaiserwetter. Der stahlblaue Himmel und die klare Luft sind herrlich und wir starten unseren Stadtbummel auf der Flanierstrasse Real de Guadelupe. Lange Hosen und warme Jacken sind unerlässlich.
Die Vorbereitungen für die Pilger am 12. Dezember, und für Weihnachten sind in vollem Gang. Nach dem Café ist unsere erste Station der «El Horno Magico». Wir brauchen Brot. Leider ist die Qualität mit Boulenc nicht zu vergleichen. Wir erinnern uns an eine kleine Brauerei und Pizzeria, die nur am Wochenende, einfach so lange geöffnet ist, bis das unter der Woche gebraute Bier ausgetrunken ist. Vor vier Jahren waren wir mit Kesslers dort und haben es sehr genossen. Obwohl es etwas Überwindung braucht, den warmen Camper in der Dunkelheit zu verlassen und nochmals in die Stadt zu laufen, machen wir uns auf die Socken. Die Pizza Paps ist immer noch sehr gut, und die Stimmung und die Musik im Lokal ansprechend. Es hat sich gelohnt obwohl man dick eingepackt in Pullover und Jacken essen musste.
In der Zwischenzeit ist Rancho San Nicolas fast ausschliesslich mit Ex El Rancho El Tule Campern besetzt.
Unterwegs auf der Real de Guadelupe fällt uns auf einmal eine argentinische Bäckerei auf. Das Brot sieht gut aus, und die Besitzerin antwortet uns auf Schweizerdeutsch. Sie ist bereits seit 32 Jahren in Sancris. Wir kaufen ein Vollkornbrot, nachdem sie uns versichert hat, dass dies ganz frisch sei. Das war brandschwarz gelogen, dennoch ist es besser als das Brot vom Horno Magico.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag müssen wohl die Restbestände von Knallkörper in die Luft gejagt werden. Auf dem Weg in die Stadt am Sonntagmorgen sehen wir, wie von der Fussgängerzone bis zur Pilgerkirche eine Schwarzpulverspur gezogen, und alle 50 cm ein Knallkörper platziert wird. Um 12 Uhr soll gezündet werden. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Es fängt mit einer harmlosen Flamme an, doch dann ist es kaum mehr auszuhalten. Das Trommelfell wird strapaziert. Wir flüchten in eine Garageneinfahrt. Die Einheimischen aber tanzen fröhlich und in Qualm gehüllt hinter der gelegten Spur her. Wir schlendern noch zur Barock-Kirche Santo Domingo und den angrenzenden Kunstmarkt. Leider wird es meist am Nachmittag wolkig und kühl und in unserer geheizten Stube ist es am gemütlichsten.
Aufgrund des spontanen Zahnarzttermin haben wir den Termin in der Fahrradwerkstatt verpasst. Diesen holen wir heute nach. Zu den fälligen Unterhaltsarbeiten gehört auch meine Frisur. Herbie schneidet und färbt und dann ist alles wieder ajour.
Pepe meldet sich für eine Partie Padél am Freitagabend. Wir sind zu sechst und spielen eine Doppelstunde. Das macht Spass.
Heute Samstag treffen zur grossen Freude unsere Freunde Claude und Erika mit Junior in El Rancho ein. Cali hat den Platz neben uns frei gehalten, und so stehen die beiden Brüder wieder einmal nebeneinander. Die beiden haben noch Besuch aus der Schweiz und sind entsprechend beschäftigt.
Für den ersten gemeinsamen Abend spazieren wir am späten Nachmittag nach San Francisco Lachigolo in die Pizzeria Sin Cauce. Das Essen ist wie immer ausgezeichnet und Alvaro holt uns pünktlich ab für die Rückfahrt nach El Rancho.
Am Junior gibt es einige Unterhaltsarbeiten zu erledigen. Herbie macht sich mit grossem Elan an die Arbeit. Die grösste Herausforderung ist die Beschaffung der Farbe. Wir fragen uns durch, bis wir schliesslich bei Sherwin Williams an der Ferrocarril landen. Der Gestank nach Lösungsmittel lässt einem instinktiv den Laden sofort wieder zu verlassen. Doch zu faszinierend ist es, die beiden jungen Frauen zu beobachten, die fröhlich und mit geschulten Augen aufgrund eines ca. 1 cm2 grossen Musters den fast 30-jährigen Farbton von Junior zusammenmixen. Wir gratulieren den beiden zum ausgezeichneten Resultat und wünschen ihnen in Gedanken trotz den giftigen Dämpfen ein möglichst langes Leben.
Am Mittwoch erleben wir ein weiteres fröhliches Wiedersehen mit Anke und Wolfgang mit Gipsy Maria. Das verlauste Fellbündel von damals hat sich zu einer grossartigen Hündin entwickelt. Obwohl wir nichts dazu beigetragen haben, sind wir stolze Gotte und Götti.
Claude und Erika erinnern sich aus früheren Jahren an einen nahegelegenen Sonntagsmarkt im Retiro Quartier in El Tule. Diesen gilt es nun wiederzufinden. Der kleine Markt ist schnell gefunden, nur leider gibt es die angepriesene Käserei Lopez nicht mehr. Für den Rückweg nehmen wir den Umweg über das kleine «Brot»-Dorf Santo Domingo Tomaltepec. Leider sind alle Bäckereien geschlossen. Der Umweg hat sich aber trotzdem gelohnt.
Es ist zur schönen Gewohnheit geworden, dass wir nach dem Frühstück zusammen mit Claude und Erika draussen Kaffee trinken. Die Tage verbringen wir gemütlich mit kleinen Besorgungen, den Arbeiten am Junior und Ausflügen mit dem Fahrrad.
Nachdem Junior nun wieder in neuem Glanz erscheint, sind wir eingeladen zu einem frühen Abendessen in einem Lieblingsrestaurant von Claude und Erika am Zocalo im Zentrum von Oaxaca. Der «Asador Don Vasco» bereitet ein vorzügliches Chataubriand. Vor der Heimfahrt machen wir einen Spaziergang durch das abendliche Oaxaca ins malerische Barrio de Xochimilco.
Nach fast zwei Monaten El Rancho wird es Zeit Abschied zu nehmen. Am Sonntag spielen wir nochmals mit Maria und Pepe und Pacos Tochter zwei Stunden Padél in San Felipe. Am Montag füllen wir die Vorräte auf verabschieden uns von «unseren» Hunden. Inzwischen hat Anke ja unsere drei Mädels wiedergefunden und wir verwöhnen sie mit Hähnchenknochen und Maistortillas.
Der Abschied fällt schwer, doch wir kommen ja wieder.
Wir fahren über die 190 Richtung Tehuantepec, und hoffen dass die angekündigten Strassen-Blockaden uns nicht tangieren. Wir sind kaum mehr als eine Stunde gefahren, kommt der Verkehr zum ersten Mal zum Stillstand. Zum Glück gibt es eine schattige Ausweichstelle, auf die wir uns stellen können. Es ist ohnehin bald Mittagszeit. Nach 90 Minuten geht es weiter. Es war eine temporäre Baustelle. Frohen Mutes fahren wir auf der Mezcal-Route weiter durch die Berge. Es läuft gut, und wir planen schon den Übernachtungsplatz auf einer altbekannten Pemex bei La Ventana, als es kurz vor Jalapa fast auf Meereshöhe wieder stoppt. Dies ist nun tatsächlich eine Strassen-Blockade. Bis 17 Uhr, oder vielleicht auch 18 Uhr soll das dauern werden wir informiert. Es ist heiss, und über uns kreisen schon die Geier, in der Hoffnung dass die Blockade noch lange dauert. Auch die Stechviecher wissen haargenau, dass bei diesen Temperaturen die Fenster nicht geschlossen bleiben. Viel zu spät kommt unser Antibrumm zum Einsatz. Kurz nach 17 Uhr, als sich nichts tut, schreitet das Militär ein. Ein paar Einsatzwagen schieben sich an der Kolonne vorbei und bereiten dem Spuk ein Ende. Man hat die Blockade bis zur angekündigten Zeit gewähren lassen, aber dann dafür gesorgt, dass die Leidtragenden der Geschichte weiterfahren können. Leider geht es nur im Schritttempo und unsere angepeilte Pemex rückt in weite Ferne. Die Dunkelheit bricht herein und wir entscheiden uns um und fahren nur noch an die nahe gelegene Lagune zu einem kleinen Fischerhafen zum Übernachten. Ein freundlicher und sehr gesprächiger Mexikaner philosophiert mit uns über das Reisen, während sich die Mücken satt essen. Unnötigerweise erzählt er uns noch wilde Geschichten, wie gefährlich dieser Platz in der Nacht sei mit den vielen Drogensüchtigen, die hier ihr Unwesen treiben. Freundlich aber bestimmt beenden wir das Gespräch, und verspüren absolut keine Lust, jetzt noch einen neuen Schlafplatz zu suchen. Die Nacht wird nicht gefährlich, doch auch nicht besonders ruhig. Einzelne Fischer beladen ihre Boote, bewaffnet mit Taschenlampen so ab ca. Mitternacht bis in die frühen Morgenstunden und fahren los. Bis die letzten rausfahren, kommen die ersten schon wieder zurück. Zur Freude der streunenden Hunden werden extra Fische für sie am Stand abgelegt. Die Temperatur ist erträglich bis die Sonne aufgeht, und dann wird es bereits wieder stickig warm. Wir halten uns nicht mehr lange auf und machen uns auf den Weg. Die verlorene Zeit wollen wir aufholen und wenn möglich noch heute San Cristobal de las Casas erreichen.
Die Fahrt verläuft im Vergleich zu gestern sehr gut und wir kommen prima voran. Unsere «Dolores» veranschlagt die Ankunft auf 14 Uhr. Dank den gut ausgebauten Strassen schaffen wir es fast in der angegebenen Zeit. Rancho San Nicolas ist gut besucht und wir treffen einige Bekannte aus El Tule an. Die Temperaturen auf 2200müM sind fröstelig. Nach den vergangenen zwei schwitzig klebrigen Tagen ist eine heisse Dusche nun mehr als willkommen.
SanCris begrüsst uns mit Kaiserwetter. Der stahlblaue Himmel und die klare Luft sind herrlich und wir starten unseren Stadtbummel auf der Flanierstrasse Real de Guadelupe. Lange Hosen und warme Jacken sind unerlässlich.
Die Vorbereitungen für die Pilger am 12. Dezember, und für Weihnachten sind in vollem Gang. Nach dem Café ist unsere erste Station der «El Horno Magico». Wir brauchen Brot. Leider ist die Qualität mit Boulenc nicht zu vergleichen. Wir erinnern uns an eine kleine Brauerei und Pizzeria, die nur am Wochenende, einfach so lange geöffnet ist, bis das unter der Woche gebraute Bier ausgetrunken ist. Vor vier Jahren waren wir mit Kesslers dort und haben es sehr genossen. Obwohl es etwas Überwindung braucht, den warmen Camper in der Dunkelheit zu verlassen und nochmals in die Stadt zu laufen, machen wir uns auf die Socken. Die Pizza Paps ist immer noch sehr gut, und die Stimmung und die Musik im Lokal ansprechend. Es hat sich gelohnt obwohl man dick eingepackt in Pullover und Jacken essen musste.
In der Zwischenzeit ist Rancho San Nicolas fast ausschliesslich mit Ex El Rancho El Tule Campern besetzt.
Unterwegs auf der Real de Guadelupe fällt uns auf einmal eine argentinische Bäckerei auf. Das Brot sieht gut aus, und die Besitzerin antwortet uns auf Schweizerdeutsch. Sie ist bereits seit 32 Jahren in Sancris. Wir kaufen ein Vollkornbrot, nachdem sie uns versichert hat, dass dies ganz frisch sei. Das war brandschwarz gelogen, dennoch ist es besser als das Brot vom Horno Magico.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag müssen wohl die Restbestände von Knallkörper in die Luft gejagt werden. Auf dem Weg in die Stadt am Sonntagmorgen sehen wir, wie von der Fussgängerzone bis zur Pilgerkirche eine Schwarzpulverspur gezogen, und alle 50 cm ein Knallkörper platziert wird. Um 12 Uhr soll gezündet werden. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Es fängt mit einer harmlosen Flamme an, doch dann ist es kaum mehr auszuhalten. Das Trommelfell wird strapaziert. Wir flüchten in eine Garageneinfahrt. Die Einheimischen aber tanzen fröhlich und in Qualm gehüllt hinter der gelegten Spur her. Wir schlendern noch zur Barock-Kirche Santo Domingo und den angrenzenden Kunstmarkt. Leider wird es meist am Nachmittag wolkig und kühl und in unserer geheizten Stube ist es am gemütlichsten.